Inmitten des bekannten Weinanbaugebietes Marlborough, zwischen den beiden Flüssen Wairau und Opawa, liegt die Kleinregion Dillons Point. Dort, nahe am Pazifik, ist die Bodenstruktur geprägt von der Deltamündung der beiden Flüsse, wo sich im Laufe tausender Jahre sandige Lehmschichten über riesige Grauwackerkiesel abgelagert haben. Namensgeber der Anbauregion war der einstige Besitzer Constantin Dillon, Sohn eines englischen Herzogs.

Die Familie Giesen bearbeitet auf diesem Teil der Südinsel Neuseelands seit fast 20 Jahren eine wachsende Anzahl von Weinbergen, da die kühlen klimatischen Bedingungen eine lange Traubenreifung fördern. So werden die Trauben des Sauvignon Blanc erst drei Wochen später gelesen als in vergleichbaren Weinlagen im Inland. Eine solch lange Reifung fördert die Vielschichtigkeit des Fruchtspektrums bei Sauvignon Blanc und Chardonnay, die Weine zeigen somit mehr Feinheit und Säurespiel.

Als passionierter Pinot Noir Liebhaber und Winzer zählt Karl Heinz Johner zu den besten Winzern in Deutschland und genießt in Fachkreisen höchste Anerkennung. Bei einer Pinot Noir Weltreise kam er zum ersten Mal in Kontakt mit Neuseeland und dem neuseeländischen Weinbau. Die Landschaft schien ihm vertraut, mehr noch aber faszinierte ihn der Pinot Noir, für den die vorherrschenden cool climate Verhältnisse perfekt waren … außerdem erlebte der Weinbau in Neuseeland gerade einen regelrechten Boom. Genug Gründe für Karl Heinz Johner, sich nach geeignetem Land umzusehen. Nach langem Suchen wurde er am Ruamahanga Fluss in Wairarapa fündig. Wairarapa liegt in der südöstlichsten Ecke der Nordinsel am Fuße der Tararua Berge. Die Maori nannten sie „Land der funkelnden Wasser“. Die Besiedlung durch die ersten Europäer reicht bis ins Jahr 1840 zurück, aber die der Maori ist weitaus älter, archäologische Funde haben gezeigt, dass die Region vor mindestens 800 Jahren besiedelt wurde.
 
Zusammen mit seinem Nachbarn Beaven bauten sie 8 ha Pinot Noir, 3 ha Sauvignon Blanc und 1 ha zehn unterschiedlicher Rebsorten von Chardonnay bis Shiraz an. Der erste Johner Pinot Noir wurde 2001 gekeltert – damals noch mit „fremden“ Trauben. Seitdem aber haben sich die eigenen Weinberge grandios entwickelt und Johners Weine zählen zu den Top-Weinen Neuseelands. Und seit dem Jahrgang 2006 wird auch der Sauvignon Blanc von eigenen Trauben gekeltert. In Wairarapa entstehen aufgrund des kühlen Klimas herausragende Sauvignon Blancs. Das Klima ähnelt mit dem geringen Niederschlag, vielen Sonnenstunden und kühlen Nächten mehr dem von Marlborough auf der Südinsel, als einem anderen Weinanbaugebiet auf der Nordinsel. Die Weinberge sind meist auf hochgelegenen alluvialen Terrassen angelegt. Die Böden sind tief, steinig und gut drainiert. Martinborough und Gladstone hingegen sind bekannt für ihre ausgezeichneten Pinot Noirs im Stil eines Burgunder. Die klimatischen Bedingungen sind sehr günstig; es ist das kühlste und trockenste Anbaugebiet auf der Nordinsel und ist von den üblichen nordwestlichen Winden durch die Rimutaka und Tararua Bergkette abgeschirmt. 

19Oktober

Villa Maria Wein Neuseeland

Filip Krause Wein » Wein Neuseeland

Villa Maria Estate wurde 1961 von George Fistonich gegründet. Heute zählt das Weingut zu den führenden Wineries in Neuseeland und ist eine der erfolgreichsten im Privatbesitz. Die Reben wachsen in den Premiumgebieten Marlborough, Hawkes Bay, Gisborne und Auckland. Sie sind zum größten Teil im Besitz des Weingutes, es gibt jedoch eine Reihe von Vertragswinzern, die mit dem Weinbergsteam eng zusammenarbeiten und Trauben zuliefern. Alastair Maling ist seit 2002 Chef-Önologe von Villa Maria. Neben seinem Önologie-Diplom konnte er im Jahr 2000 als einer der wenigen Neuseeländer den Titel des Masters of Wine erlangen.
 
Alle Villa Maria-Weine werden seit Jahren mit Schraubverschlüssen ausgestattet. Auf diesem Gebiet nimmt das Weingut eine Vorreiterrolle ein. Ein klarer Vorteil ist, dass durch den Schraubverschluss kein Korkgeschmack entsteht und der Wein frischer und lebhafter schmeckt. Man kann ihn problemlos stehend lagern, er ist leicht zu öffnen und sehr einfach wieder zu schließen. Ein weiterer Pluspunkt ist die durchweg gleiche Verjährung von einer zur anderen Flasche. James Halliday, Australischer Weinreporter zum Thema Schraubverschluss: Einige Leute glauben, dass die Entwicklung eines Weines mit Schraubverschluss künstlich gehemmt wird. Dem ist nicht so! In der Flasche befindet sich genügend Sauerstoff, der für die Weiterentwicklung des Weins völlig ausreichend ist. Die meisten Entwicklungsvorgänge im Wein sind anaerobe Entwicklungen.

Dass sich hier Lodovico Antinori einem sehr vielversprechenden Projekt widmet, überrascht daher nicht. Unter dem Motto Nur das Beste ist gut genug überzeugt der Neue-Welt-Wein, der Sauvignon Blanc Mount Nelson, aus Neuseeland auf ganzer Linie.
 
Marlborough gilt als die für die Kultivierung von Sauvignon Blanc Reben best geeignete Region weltweit. Mit ihren ausgezeichneten Böden, geringen Niederschlagsmengen und kühlen Herbstwitterungen bietet sie ideale Voraussetzungen für Weißweine mit großer Geschmacksfülle. Das Bestreben von Marchese Lodovico Antinori war es jedoch nicht in Neuseeland irgend einen Sauvignon Blanc, sondern DEN Weltklasse-Sauvignon zu kreieren, der die Lebhaftigkeit eines Neue Welt Weines und den klassischen europäischen Stil in sich vereint.