
Ferreira ist das einzige Haus, dessen Gründung auf portugiesische Weingutsbesitzer im oberen Douro-Tal zurückgeht. Dona Antonia Adelaide Ferreira,eine Urenkelin des Firmengründers,gilt als eine Art Nationalheilige. Als sie mit gerade einmal 33 ihren Mann verlor, zog sie mit ihrer kleinen Tochter in die unwegsame Gegend des oberen Douro, übernahm die Firma ihres Gatten und führte sie mit großem geschäftlichen Geschick, bemerkenswertem Pioniergeist vor allem aber mit einem außergewöhnlich ausgeprägten sozialen Gewissen an die Spitze aller Portweinhäuser. Die Menschen im Douro sprechen bis heute, mehr als 100 Jahre nach ihrem Tod, voller Respekt von der Ferreirinha, der kleinen Ferreira, die so viel für sie und ihr Land getan hat. Die unbestrittene Nr. 1 in seiner Heimat ist Ferreira geblieben und darüber hinaus heute einer der größten Portwein-Exporteure. Mehr als das zählt jedoch der Ruf des Hauses Ferreira als Garant für Top-Qualität. Alte Ferreira-Ports zählen unter Kennern in aller Welt zu den am meisten gesuchten Raritäten. Dafür sind in erster Linie die über 300 Hektar eigene Rebflächen verantwortlich, die ganz offiziell zu den Sahnestücken des Anbaugebietes zählen – allen voran die berühmte, von Donna Antonia Ferreira erworbene Quinta do Porto. Auf den in Terrassen steil zum Douro abfallenden Hanglagen bekommen die Trauben der traditionellen portugiesischen Rebsorten in den heißen, trockenen Sommern reichlich Sonne und entwickeln so die Kraft, Fülle und Reife, die den einzigartigen Charakter des Portweins prägen.
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Jose Maria da Fonseca besitzt auch ein Weingut in der Region Alentejo: das Gut Jose de Sousa in dem DOC-Gebiet Reguengos. Das Gut wird gesondert bewirtschaftet. Die Erzeugung dieser Gutsweine wird bestimmt von der hohen Professionalität und von dem hohen Qualitätsanspruch von Jose Maria da Fonseca. Bei der Produktion des Weins Jose de Sousa nimmt Fonseca die alte Tradition der portugisieschen Weinbereitung wieder auf. Der Jose de Saosa wird über eine gewisse Zeit in Tonamphoren ausgebaut, die teilweise über 100 Jahre alt sind.
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Taylor’s Port, eines der ältesten Porthäuser, wurde im Jahr 1692 gegründet und ist bis heute noch in Familienbesitz. 1830 schlossen sich die Familien Yeatman und Fladgate zusammen, deren Nachfahren das Traditionsunternehmen heute mit viel Umsicht und Geschick führen. Im Douro-Tal beginnt die Lese meist in der letzten Septemberwoche; eine schweißtreibende Arbeit, die heute noch genau wie vor 100 Jahren vonstatten geht: Die Trauben werden auf den steilen Terrassen über dem Fluss von Hand geerntet und der Most mit den Füßen gestampft. Die Fermentation ist kurz und wird, wenn ungefähr die Hälfte des natürlichen Fruchtzuckers in Alkohol umgesetzt ist, durch die Zugabe von 77%igem Neutralalkohol gestoppt. Auf diese Weise behält der Wein seine natürliche Restsüße sowie einen relativ hohen Alkoholgehalt von bis zu 20%vol. Über den Winter lagert der Wein in großen Holzfässern in den Quintas des Douro-Tals, bevor er im Frühjahr in die Portweinlodges der Küstenstadt Vila Nova de Gaia transportiert wird. Dort werden die Weine verkostet und der Kellermeister entscheidet über die jeweilige Cuvée. Dieser Prozess erfordert viel Fingerspitzengefühl und jahrelange Erfahrung. Portwein wird grob in 2 Arten aufgeteilt: Flaschengereifte Ports, wie die Quintas und Jahrgangports sollten liegend gelagert werden. Oft ist am Flaschenboden eine weiße Markierung zu sehen, die die Lagerposition im Keller anzeigt, damit das Depot in der Flasche bei Bewegung nicht aufgerüttelt wird. Fassgereifte Ports wie Ruby, White Port, aber auch LBV und Tawnys sollten dagegen stehend gelagert werden. Diese sind durch einen Verbundkork verschlossen, der nicht mehr der Flaschenreife dient, d.h. der Port ist im trinkreifen Stadium.
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